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Just in time

RPBL-Meisterstück in Produktion und Logistik
 
Das Autobahnamt Montabaur hatte bei der Ausschreibung zur Erneuerung eines 17.000 Quadratmeter großes Teilstücks der Autobahn A 48 bei Koblenz ein Zeitlimit von nur vier Tagen gewährt: Nur das verlängerte Wochenende vom 12.  bis 16 Mai stand zur Verfügung. Die Vollsperrung in Richtung Trier sollte helfen, die ambitionierte Zeitvorgabe umzusetzen. 
 
Die Basalt Union, Handelsgesellschaft für RPBL, erhielt den Auftrag: Abtransport von Fräsgut und Lieferung des Asphalts zum Bau des neuen Fahrbahnbelags. Einhaltung knapper Transport- und Produktionstermine hatte erste Priorität. 
 
Das beauftragte Bauunternehmen plante Geräteeinsatz und  Bauablauf. Die Basalt Union vollbrachte eine logistische Meisterleistung, um einerseits die anfallenden Abbaumaterialien rechtzeitig von der Baustelle zu transportieren und andererseits die benötigten Asphaltmengen termingerecht dorthin zu liefern. Dies war Grundvoraussetzung für einen perfekten Bauablauf. 
 
Die Herausforderungen: 
 
Zunächst waren in der Nacht zu Christi Himmelfahrt 4.800 Tonnen Asphaltfräsgut von der Baustelle zur Asphaltmischanlage Plaidt zu transportieren. Dort wurde gewogen und abgeladen. 28 Sattelzüge waren nur sechseinhalb Stunden im Einsatz, um diese Aufgabe pünktlich zu erledigen.
 
Danach galt es, den Asphalt  für die erste Lage der neuen Fahrbahn „just in time“ zu liefern. Um den „Hunger“ des Großfertigers von 350 Tonnen je Stunde zu stillen, produzierten  zwei Asphaltmischanlagen parallel. Plaidt und Bendorf lieferten innerhalb eines Tages insgesamt 3.600 Tonnen Asphaltmischgut zum Einbau in die 11,75 Meter breiten Fahrbahnen. Natürlich wurde „nahtlos“ verarbeitet.
 
Der Asphaltbinderschicht folgte bereits am Freitag die Deckschicht aus Lärm geminderten Gussasphalt. Er unterscheidet sich von dem zuvor eingebauten Walzasphalt gleich in mehreren Hinsichten: Die Mischung ist bei der Anlieferung über 200 Grad heiß und ist und, wie der Name schon sagt, gieß- bzw. fließfähig. Für den Transport sind beheizbare Spezialfahrzeuge, so genannte Gussasphaltkocher, sowie ein spezielles Einbaugerät, der Gussasphaltfertiger erforderlich. Eine Flotte von 12 Kocherzügen brachte die „heiße Ware“ pünktlich zur A 48. 
 
Die Lärmminderung des Gussasphalts resultiert aus dem gleichmäßigen Abstreuen der heißen Oberfläche mit einem besonders feinkörnigen und ebenfalls heißen Quarzit-Splitt. Dieser wurde – natürlich just in time - von der Asphaltmischanlage Nentershausen in wärmeisolierten Spezialfahrzeugen geliefert.  
 
Logistik war aber auch bei der Produktion in den Mischwerken gefragt: Dort besteht in den meisten Fällen nicht die Lagerkapazität, um alle erforderlichen Rohstoffe zu bevorraten. Daher wurde der größte Anteil der erforderlichen Splitte und Brechsande für die Asphaltmischung  aus den leistungsfähigen RPBL-Steinbruchbetrieben Mayen und Nickenich angeliefert. Daneben sind verschiedene Bitumen als Bindemittel sowie ein Gesteinsmehl als Füller für die Asphaltproduktion nötig. In enger Abstimmung mit den Lieferwerken dieser Stoffe, gab es auch hier keine Verzögerungen. Eine unpünktliche Nachlieferung hätte sonst zu einer Produktionsunterbrechung und  zum Stillstand der Baustelle führen können.
 
 Am frühen Samstag-Nachmittag war die letzte von rund 1.300 Tonnen Gussasphalt, die allein von der Mischanlage Plaidt geliefert wurden, eingebaut. So verblieb ausreichend Zeit, die Baustelle zu räumen und die Fahrbahn zu markieren. Dank RPBL-Meisterstück: Schon am frühen Montagmorgen rollte bereits wieder der Berufsverkehr über die neue Fahrbahn. „Just in time“ hatte es möglich gemacht.